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Das Fahrrad im Frühjahrscheck – bevor es an die erste Radtour geht, sollten Sie die Sicherheit überprüfen

12.04.2013 02:16 Uhr

Werbeartikel für den Radsport Lang erseht, ist der Frühling endlich da. Rasant steigen die Temperaturen und für die kommenden Tage werden bereits mehr als 20 ° Celsius prognostiziert. Spürbar steigt der Aktionismus und man möchte am liebsten sofort loslegen. Wandern und Radfahren stehen bei vielen dabei hoch im Kurs. Doch wenn Sie eine Radtour planen, sollten Sie nach dem Winter nicht gleich losradeln sondern zunächst die Fahrsicherheit überprüfen. Ein paar grundlegende Checks können Sie selbst erledigen ohne dazu eine Fachwerkstatt aufzusuchen.

Nachdem das Fahrrad ein halbes Jahr in der Ecke stand, sollten Sie alle Schraubverbindungen auf ausreichende Festigkeit überprüfen. Lockere Schrauben können schnell zu einer Unfallquelle werden. Dafür und auch für unterwegs ist ein kleines Werkzeugset für Fahrräder sinnvoll. So ist man bei kleineren Pannen stets gut gerüstet.

Anschließend sollten Sie den Luftdruck prüfen. Auch bei intakten Schläuchen kann im Laufe der Zeit Luft entweichen. Damit erhöht sich der Reibungswiderstand beim Fahrrad fahren und es muss mehr Kraft aufgewendet werden. Außerdem steigt mit einem falschen Luftdruck das Risiko einer Reifenpanne. Für Tourenräder (26 & 28 Zoll) wird ein Luftdruck von 2,5 – 3,5 bar für das Vorderrad sowie von 3 – 4 bar für das Hinterrad empfohlen. Ist der Reifen nach der Winterpause platt kann dieser repariert werden. Für eine neue Saison empfiehlt sich jedoch ein neuer Schlauch, da sich im Laufe der Zeit Risse im Material bilden. Auch die Fahrrad-Mäntel müssen nach dem Winter auf Risse und Verschleiß geprüft werden. Nur mit intakten Reifen haben Sie größtmögliche Sicherheit und bestmöglichen Schutz vor Reifenpannen.

Sind die Reifen in Ordnung geht der Blick weiter auf die Kette. Hat diese etwas Rost angesetzt, kann das mit Öl und einem Tuch behoben werden. Auch wenn die Kette optisch in Ordnung ausschaut empfiehlt sich eine Reinigung mit einem fußelfreien Tuch und etwas Kettenöl beziehungsweise einem Öl auf Mineralbasis. Für grobe Verschmutzungen empfiehlt sich eine alte Zahnbürste oder eine spezielle Kettenbürste zur Reinigung der Kette sowie geeignete Lösungsmittel aus dem Fahrrad-Fachhandel. Nach einer Reinigung mit einem Lösungsmittel ist eine Ölung unabdingbar.

Nach dem Antrieb gilt es die Bremsen zu prüfen. Damit vermeiden Sie Schäden an der Felge oder der Bremsscheibe und gewährleisten die nötige Bremskraft für Ihre Sicherheit. Sofern ein Kratzen an der Felge oder der Bremsscheibe beim Bremsen wahrzunehmen ist, müssen die Bremsbelege erneuert werden. Auch die Bowdenzüge sollten überprüft werden. Abnutzungserscheinungen zeigen sich in der Regel zuerst an der Verbindungsstelle zur Bremse. Ist der Bowdenzug verschlissen beziehungsweise angerissen, muss dieser erneuert werden.

Abschließend sollten Sie noch die Fahrrad-Beleuchtung kontrollieren. Kann es doch schnell passieren, dass Sie beim radeln die Zeit vergessen und erst in der Abenddämmerung den Rückweg antreten. Für den Straßenverkehr zugelassen sind ausnahmslos Dynamo betriebene Lampen. Aufgrund ihrer einfachen Anbringung sind batteriebetriebene Fahrradbeleuchtungen jedoch geeignete Ersatz- beziehungsweise Zusatzlampen und gehören in die Ausrüstung für jede Radtour. Sofern die Batterien geladen sind, werden batteriebetriebene Lampen auch von der Polizei geduldet.

Der Frühjahrcheck für das Fahrrad nimmt circa anderthalb Stunden Zeit in Anspruch. Diese sollten Sie auf jeden Fall investieren, damit nicht schon bei der ersten Radtour die Lust aufs radeln vergeht. Die Funktionsfähigkeit aller Teile entscheidet letztlich über die eigene Sicherheit.

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Kommentare zu diesem Thema

  1. GAST sagte

    am 14.04.2013 22:11 Uhr

    "Da ich selbst gern Fahrrad fahre bedanke ich mich für die Anleitung zum Frühjahrs - Fahrradcheck. "

  2. GAST sagte

    am 20.04.2013 09:47 Uhr

    "Netter Beitrag, Merci "

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