Vergleich

Hochwasser in Dresden 2013

02.06.2013 08:34 Uhr

Hochwasser in Dresden Durch unaufhörlichen Regen steigt der Elbpegel – die Lage in Dresden, der Elbe und Ihren Nebenflüssen spitzt sich zu


Ein sehr regenreicher Mai 2013 lässt in vielen sächsischen Gemeinden die Flüsse unaufhörlich anschwellen und schürt vor allem in Dresden und seinem Umland Ängste. Nach dem Jahrhundert-Hochwasser im Jahre 2002 bangt Dresden heute erneut vor einer zerstörerischen Wasserflut. In ganz Sachsen sind Bäche durch langanhaltenden Dauerregen zu reißerischen Flüssen gewachsen, das Grundwasser steigt und drückt in die Keller. Notdürftig halten Wasserpumpen die Wohnräume trocken und Sandsäcke lassen auf einen gewissen Schutz hoffen. Wenn der Pegel weiter steigt, könnte es jedoch sehr bald wirklich kritisch werden. Da helfen auch keine Regenponchos mehr. Aber Werbeartikel Dresden ist weiter für Sie da.

Die Regenmengen der vergangenen Tage kamen im Gegensatz zu 2002 in Schüben, so dass sich deshalb die Vorhersagen als schwierig gestalten. Die Panik der am Wasser lebenden Bewohner steigt und es sind bereits viele Freiwillige im Hochwassereinsatz, um gegen das anschwellende Wasser anzukämpfen. Die Elbe wächst kontinuierlich an. Gegen 17.00 Uhr am Sonntag, den 02.06.2013 lag der Elbpegel im Stadtgebiet Dresden bei 5,56 m, eine Zunahme von über einem Meter innerhalb der letzten 24 Stunden. Experten gehen aufgrund der Wetterlage und des Zuflusses aus Tschechien von einem weiteren wachsenden Pegels bis mindestens Dienstag aus. Für die Elbe, den Lockwitzbach und die Weißeritz gilt Alarmstufe 3. Erste Übertritte der Flüße aus dem Flußbett sind bereits eingetreten.

Derzeit am kritischsten ist dabei wohl die Lage am Lockwitzbach. Dieser ist bereits an einigen Stellen über die Ufer getreten beziehungsweise steht er kurz davor. Entlang des Lockwitzbaches ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. An der Weißeritz ist es im Stadtgebiet Dresden derzeit noch nicht zu Überschewmmungen gekommen. Sicherlich zahlen sich hier die intensiven Bemühungen zum Hochwasserschutz der letzten Jahre aus. Es war die Weißeritz, welche 2002 den Dresdner Hauptbahnhof, den Zwinger und große Bereiche der Innenstadt unter Wasser setzte. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Rückstau des in die Elbe mündenden Flusses in den kommenden Stunden zu ersten Überschwemmungen führen wird.

Der Pegel der Elbe wird derzeit mit Stufe 3 ebenfalls als kritsch bewertet, jedoch wird die höchste Stufe seit dem Nachmittag nicht mehr ausgeschlossen. Durch anhaltenden Dauerregen auch im tschechischen Einzugsgebiet steigt der Pegel schneller als erwartet. In Schöna an der deutsch-tschechischen Grenze wird bereits am Montag mit einem überschreiten des Richtwertes für Stufe 4 gerechnet. Bis zum Dienstag prognostizieren Hydrologen einen Pegel von 6,70 m, ab 7,00 m gilt Alarmstufe 4. Beim Jahrundert-Hochwasser im August 2002 lag der Höchststand der Elbe bei 9,40 m. Bleibt nur zu hoffen, dass der Regen endlich aufhört und sich überall im Süden Deutschlands die Lage entspannt.


UPDATE 03.06.2013 - 10:30 Uhr



Regen, Regen, Regen – am Montagmorgen spitzt sich die Lage in Dresden weiter zu. Der Elbpegel steigt schneller als erwartet. Bereits am Morgen hat die Elbe die Marke von 6,50 m überschritten. In der Nacht von Sonntag auf Montag ist die Elbe auch im Zentrum von Dresden über die Ufer getreten. Inzwischen steht das Terrassenufer rund einen Meter unter Wasser.
Das Umweltministerium geht davon aus, dass die Elbe einen Pegel von 9 Metern erreichen wird.
Im oberen Elbtal und entlang der Weißeritz gilt Katastrophenalarm. Evakuierungen in diesem Bereich werden vorbereitet.
Nach Prognosen des Landeshochwasserzentrums soll die Elbe am Pegel in Schöna am Vormittag auf sieben Meter und bis Mittwoch auf bis zu 11,05 m ansteigen.


UPDATE 05.06.2013 - 14:30 Uhr

Die Sonne scheint. Am späten Dienstagnachmittag sind die letzten Regenwolken abgezogen. An den Nebenflüssen Weißeritz und Lockwitzbach hat sich die Lage gebessert und die Flüsse sind in ihr Flussbett zurückgekehrt. Dennoch kann von Entspannung noch keine Rede sein, da der Elbpegel weiter steigt und eventuell die Rekordstände von 2002 erreichen kann. Derzeit liegt der Pegel der Elbe in Dresden bei 8,50 m. Er nimmt mindestens noch bis zum Donnerstag mit ca. 3 cm pro Stunde zu. An vielen Stellen in Dresden sind unzählige freiwillige Helfer mit dem Füllen und Aufstapeln von Sandsäcken zu Werke. Besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle die Aktion unseres Kunden DRESDEN 1900 Museumsgastronomie "Dresdner für Dresden". Das Restaurant an der Frauenkirche schenkt seit Montag 24 Stunden Non-Stop kostenlos Kartoffelsuppe mit Wiener Würstchen an alle Fluthelfer und Flutopfer aus. Wirklich eine tolle Sache.

Wir Dresdner halten zusammen!


UPDATE 07.06.2013 - 17:30 Uhr

Aufatmen! Gestern Mittag hat die Elbe in Dresden mit 8,76 m den Scheitelpunkt erreicht. Glücklicherweise mussten keine neuen Hochwasser-Rekorde verzeichnet werden. Nun sinkt der Pegel ganz langsam aber allmählich.
Der unermüdliche Einsatz vieler freiwilliger Helfer war wirklich sensationell. Vor allem über die sozialen Netze wurden sehr viele kurzfristige Aktionen organisiert, sodass an vielen Stellen Schlimmeres verhindert werden konnte. Auch aus anderen Bundesländern kamen Menschen nach Dresden, um mit anzupacken. Wir sind tief beeindruckt und sagen Danke an alle Helferinnen und Helfer.

Kommentare zu diesem Thema

  1. GAST sagte

    am 02.06.2013 22:22 Uhr

    "Hoffen wir das der Regen nachläßt und wir nicht noch einmal eine solche Flut erleben."

  2. GAST sagte

    am 02.06.2013 22:22 Uhr

    "Hoffen wir das der Regen nachläßt und wir nicht noch einmal eine solche Flut erleben."

  3. GAST sagte

    am 03.06.2013 09:37 Uhr

    "Ich hoffe auch für alle Dresdner, dass der Regen bald aufhört. Wünsche allen Betroffenen und Helfern viel Kraft für die kommenden Stunden und Tage "

  4. GAST sagte

    am 03.06.2013 09:37 Uhr

    "Ich hoffe auch für alle Dresdner, dass der Regen bald aufhört. Wünsche allen Betroffenen und Helfern viel Kraft für die kommenden Stunden und Tage "

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